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Teppiche und Fußbodenheizung

Teppiche und Fußbodenheizung - Geht das? 

Ganz gleich, ob Eigenheim oder Mietwohnung - der Bodenbelag spielt für das Wohlempfinden und den Komfort eine wesentliche Rolle - insbesondere im Winter. Laminat oder PVC sind weit verbreitet und auch mit einer Fußbodenheizung gut zu kombinieren. Aber wie sieht es eigentlich mit Teppich aus? Stimmt die viel zitierte Aussage, dass dieser Belag nicht mit einer Fußbodentemperierung kombiniert werden kann? Oder sieht die Realität sogar völlig anders aus?

 

#1 Wie funktioniert eine Fußbodenheizung?

Zunächst einmal betrachten wir die Funktionsweise einer Fußbodenheizung noch ganz ohne einen bestimmten Bodenbelag. Ganz allgemein spricht man von einer Fußbodentemperierung oder -heizung, wenn an Stelle von Heizkörpern die Bodenfläche als Wärmeübertragungsfläche des Heizsystems eingesetzt wird. Hierzu wird meist der Estrich mit wasserführenden Leitungen versehen, so dass sich dieser erwärmt und die Heizwärme über die gesamte Oberfläche des Bodens an den Raum abgibt. An dieser Stelle wird nun auch deutlich, warum der Bodenbelag für die Wärmeübertragung überhaupt von Bedeutung ist. Da er den Boden flächig bedeckt, kann er die Übertragung der Wärme in den Raum hinein bestenfalls befördern oder im ungünstigsten Fall sogar deutlich behindern. 

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#2 Teppich und Fußbodenheizung - Gerücht und Wirklichkeit

Immer wieder wird die Behauptung zitiert, dass sich ein beheizter Fußboden und textile Bodenbeläge gegenseitig ausschließen. Aber was ist tatsächlich dran an der Behauptung? Ein Blick auf die angeführten Gründe zeigt, dass diese zwar nicht völlig haltlos sind. Allerdings verdeutlicht eine genauere Betrachtung ebenso rasch, dass die Kombination unter bestimmten Voraussetzungen durchaus ohne nennenswerte Leistungs- und Komforteinbußen umsetzbar ist. 

 

#3 Wie sieht der optimale Teppich für eine Fußbodenheizung aus?

So vielseitig wie das Aussehen unterschiedlicher Teppichbeläge ist auch die Spanne ihrer Eigenschaften. Das gilt natürlich auch für die technischen Aspekte, die im Hinblick auf die Funktion einer Fußbodenheizung relevant sind. Dazu zählt in erster Linie die Dämmleistung des jeweiligen Belags. Zwar soll ein Teppich nicht zwangsläufig wärmedämmende Eigenschaften aufweisen. Er soll aber eine angenehme Haptik, einen hohen Gehkomfort und eine wohltemperierte Oberfläche aufweisen. All das erreicht er vor allem durch das gewählte Material und die Art und Weise, die die Fasern verarbeitet und gefügt werden, um den flächigen Belag zu erzeugen. Je mehr Luft in oder zwischen den Fasern eingeschlossen ist, umso weicher und angenehmer, aber ebenso umso stärker dämmend wird ein Belag. Damit ein Teppichboden für eine Fußbodenheizung geeignet ist, muss er deshalb eine optimale Gewichtung der einzelnen Eigenschaften zwischen hohem Komfort, angenehmem Empfinden und nicht zu hoher Dämmleistung gleichermaßen aufweisen. 

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#4 Die Wärmespeicherung - Vorteil oder Nachteil?

Nun führt die im Textilbelag eingeschlossene Luft nicht nur zu einer gewissen Dämmwirkung. Da Luft durchaus in der Lage ist, Wärme aufzunehmen und zu transportieren, besitzen Teppichböden gleichzeitig die Fähigkeit, bestimmte Wärmemengen der Fußbodenheizung aufzunehmen und zu speichern. In Verbindung mit der Dämmwirkung führt das dazu, dass die Wärmeabgabe an den eigentlichen Raum im Vergleich zu etwa Stein- oder Fliesenbelägen verzögert stattfindet. Diese Verzögerung der Raumtemperierung könnte als Nachteil der Kombination Fußbodenheizung - Teppichbelag angesehen werden. Allerdings sollte man sich vergegenwärtigen, dass die geringe Belagsdicke dazu führt, dass Dämm- und Speicherfähigkeit ebenfalls nur gering ausfallen. Anders herum betrachtet wird die gespeicherte Heizwärme auch nach Abschalten der Heizung noch freigesetzt, so dass die empfundenen Schwankungen zwischen warm und kalt weit weniger plötzlich wahrgenommen werden. Textile Bodenbeläge machen die Fußbodentemperierung somit zwar etwas träger, sie befördern andererseits aber den Komfort, der wesentlich zu einem angenehmen Wohnempfinden beiträgt. 

 

 

#5 Teppichvarianten im Praxistext

Da es eben nicht nur den einen Teppichbelag gibt, lohnt ein Blick auf die gebräuchlichsten Belagsarten und ihre Eigenschaften in Verbindung mit Fußbodenheizungen. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Form der Belag eingebracht wird, beispielsweise als Rollenware oder als Teppichfliesen. Allerdings lohnt ein Blick auf das Material selbst, das die Eigenschaften des Belags bestimmt und somit auch die Eignung für die Bodentemperierung festlegt.

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#6 Küchenläufer und andere Kleintextilien

Besonders kleinformatige Textilien, die meist lose auf anderen Bodenbelägen ausgelegt werden, werden bei den Überlegungen zur Verträglichkeit mit der Fußbodenerwärmung meist außer Acht gelassen. Dabei kann gerade die unberücksichtigte "Möblierung" mit zu vielen Belägen dazu führen, dass das bestehende Heizsystem enorm gestört wird. Denn durch die lose Verlegung entstehen zwischen echtem Belag und ergänztem Teppich ruhende Luftschichten, deren isolierende Wirkung die Wärmeübertragung geradezu abschneidet. Unter dem lose verlegten Läufer entsteht ein Hitzestau, während im Raum nur wenig ankommt.

 

 

#7 Schmutzfangläufer

Eine Ausnahme stellen bei der Beeinträchtigung der Fußbodenerwärmung durch Kleintextilien Schmutzfangmatten und andere "robuste" Beläge dar. Da hier die Widerstandsfähigkeit und Dauerhaftigkeit stark im Vordergrund steht, sind die Lufteinschlüsse im Material meist nur gering. Alternativ werden sogar Materialien eingesetzt, die sich gänzlich abseits der normalen Spanne von Teppichbelägen bewegen, so etwa Gummi oder Kunststoff für Schmutzfangläufer. Hier fällt die abschirmende Wirkung nur noch gering aus, so dass nach einer anfänglichen Erwärmung eine nahezu ungestörte Weiterleitung der Wärme in den Raum hinein erfolgt. 

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#8 Nadelfilz und vergleichbare kurzflorige Produkte

Anders sieht es dagegen bei den verbreiteten und beliebten Belägen aus Nadelfilz aus, sowie bei ähnlichen Belagsarten mit einer geringen Dicke und kurzen Faserlängen. Hier führen moderne Entwicklungen sogar gezielte Konfigurationen ein, die sich besonders gut mit der Wärmezufuhr von unten vertragen. Eine möglichst niedrige Dämm- und Speicherwirkung führt dazu, dass Heizwärme mit nur geringer Verzögerung im Raum ankommt und die Heizleistung damit vollumfänglich erhalten bleibt. Da diese Form der Raumheizung besonders sparsam ist, wird sie immer häufiger eingesetzt. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, lassen sich heute die allermeisten textilen Bodenbeläge auf Grund ihrer Ausrichtung währen der Entwicklung problemlos mit Fußbodenheizungen kombinieren. 

 

 

#9 Fazit - Fußbodenheizung und Teppichboden geht doch!

Obwohl immer wieder anders behauptet, stehen sich eine Fußbodenheizung und Teppichböden heute nicht mehr entgegen. Sogar im Gegenteil. Die gezielte Wärmezufuhr über den Boden kann die ohnehin schon angenehm empfundene Oberfläche des Teppichs nochmals vorteilhafter erscheinen lassen. Umgekehrt behindert ein moderner Textilbelag die Wärmeübertragung in den Raum nur noch gering. Zumindest bei den gebräuchlichsten Varianten ist das der Fall. Sofern also keine exotischen Belagsarten mit extremer Dicke und Faserlänge eingesetzt werden soll, lässt sich Komfort und Nachhaltigkeit mit einer Fußbodentemperierung unter einem Teppichboden hervorragend kombinieren. 

 

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